Jugendkapelle sorgte für Adventsstimmung

Schon kurze Zeit nach dem Benefizkonzert stand die Jugendkapelle wieder auf der Bühne, und zwar beim Adventsbazar der Evangelischen Kirchengemeinde.

Stücke wie „Feliz Navidad“ und „Somewhere in my memory“ zauberten eine festlich-adventliche Stimmung in die sehr gut besuchte Biddersbachhalle. Dirigent Johannes Häfner moderiete den Auftritt und warb dabei für die Jugendarbeit des Vereins. Dass diese erfolgreich ist, konnte man auch daran ablesen, dass wieder neue Nachwuchsmusiker mit am Start waren, die bislang nur in den Proben teilgenommen hatten.

Martinsumzug in Wiesenbach

Während vielerorts am 11. November der Karnevalsauftakt gefeiert wurde, stand in Wiesenbach alles im Zeichen des Martinstages. Wie jedes Jahr übernahm der Musikverein Wiesenbach die musikalische Gestaltung der Martinsumzüge.

Angeführt von St. Martin hoch zu Ross zogen zahlreiche Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen. In Wiesenbach ist es mittlerweile eine schöne Tradition, dass die Vereinsjugend diesen Umzug musikalisch begleitet. Dank der starken Nachwuchsarbeit des Vereins können die jungen Musiker*innen diese Aufgabe mit Begeisterung übernehmen. Die Freude und der Stolz waren nicht nur ihnen selbst anzusehen, sondern ebenso den Eltern und den Mitgliedern der Hauptkapelle, die unterstützend anwesend waren.

Auch das Wetter spielte mit: Während und nach dem Umzug blieb es trocken, sodass sowohl der Laternenzug als auch das anschließende Genießen der Martinsmännchen in angenehmer Atmosphäre stattfinden konnten. Dazu gab es Waffeln, Glühwein und Kinderpunsch, die den Abend stimmungsvoll abrundeten.

Eileen Weil

Benefizkonzert: Eine Jugend, auf die man stolz sein kann!

Bei der Zugabe der Jugendkapelle mit „Lean on me“ von Bill Withers, gesungen von Evelyn Just, wurde es förmlich greifbar, was es bedeutet, wenn die Gemeinschaft des Vereins auf das Publikum übergeht. Es war wirklich eine Veranstaltung, bei der man sich nicht nur, wie in dem Lied beschrieben, anlehnen, sondern auch die musikalischen Beiträge genießend, zurücklehnen konnte.

Die Hit Kids, das jüngste Ensemble des Vereins, machte den Anfang. Mit den neuen  Stücken wurde eines sofort klar: Die über 20 Mitglieder haben sich unter der Leitung ihrer Dirigentin Katja Grub musikalisch weiterentwickelt. Besonders die Komposition „Somewhere in my memory“ von John Williams gefiel durch ihre anrührende Melodie, die von wunderbaren Harmonien getragen wird.

Unter der Leitung von Johannes Häfner wurde sowohl Konzertantes als auch Musik aus dem Unterhaltungsbereich geboten. Mit einem Auszug aus der Feuerwerksmusik von G.F. Händel startete die Jugendkapelle kraftvoll und zeigte u.a. bei „Irish Dream“, einer Programmmusik über die Schönheit Irlands,  wie nuancenreich sie spielen kann.

Erfrischend und auch berührend präsentierte sich der Chor der Grundschule, die S(w)inging Panoramis. Bei „Sei behütet“ von Clemens Bittlinger bekam der eine oder andere Zuschauer feuchte Augen. Diese wurden aber schnell bei „Stumblin in“, bekannt durch Chris Norman und Suzie Quatro, getrocknet. Von ihrer Dirigentin Annette Hotz hervorragend auf dieses Konzert eingestellt, war es auch ein Genuss zu sehen, wie souverän die jungen Sängerinnen und Sänger sich dem Publikum zeigten. Ein Höhepunkt des Konzerts war sicher der gemeinsame Vortrag der Jugendapelle und den „Panoramis“ bei „We are the world“.

Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Eric Gabenbauer war voll des Lobes für die Jugendarbeit des Vereins, der es immer wieder schaffe, seine Ensembles in großer Zahl und in hoher Qualität an den Start zu bringen. Matthias Köstle, der Vereinsvorsitzende, verwies auf die zahlreichen Anstrengungen, die der Verein in Sachen Jugendarbeit unternehme. Hier strich er insbesondere das hohe Engagement der beiden Jugendleiterinnen Sonja Richt und Tina Mohr heraus.

Am Ende des Benefizkonzerts spendeten die Besucher nicht nur Applaus, sondern auch einen stattlichen Betrag für KiDi, den ambulanten Kinderhospitzdienst in Heidelberg.

 

Markus Rösch

Mit sehr guten Leistungen geglänzt!

Die D-Lehrgänge des Baden-Württembergischen Blasmusikverbandes dienen dazu, dem musikalischen Nachwuchs in den Musikvereinen Impulse für die Weiterentwicklung zu geben. Hier werden musiktheoretische Inhalte vermittelt, Gehörbildung angeboten und das praktische Weiterkommen auf dem jeweiligen Instrument gefördert. Im Musikverein Wiesenbach ist die Teilnahme an diesen Lehrgängen seit Jahren ein fester Baustein des Ausbildungskonzepts.

Erfolgreich Herausforderungen gemeistert

Es ist sehr erfreulich, dass in diesem Jahr alle Teilnehmer_innen mit Erfolg den D1-Lehrgang bestehen konnten. Dies waren: Greta Brewis und Marlena Keilhauer (Klarinette), Aurelia Geisler und Charlotte Schanzte (Querflöte), Tim Kliche, Jona Callerand und Matey Zahariev (Schlagzeug).

Die Rückmeldung des musikalischen Nachwuchses  war sehr gut: Die Vorbereitungen auf die Prüfungen begannen bereits vor mehreren Wochen. Die Hauptarbeit leisten hier – neben den Teilnehmer_innen selbst – die Ausbilder_innen des Vereins, die auf die anspruchsvollen theoretischen und praktischen Anforderungen vorbereiten. Außerdem wurden im Vorfeld des Lehrgangs Vorbereitungsseminare angeboten, bei denen die Möglichkeit bestand, sich an mehreren Wochenenden gezielt mit Musiktheorie zu beschäftigen.

Die einwöchige Schlussphase, die in der ersten Ferienwoche unter Internatsbedingungen in Neckarzimmern stattfand, wurde von den Absolvent_innen zwar als Herausforderung, aber auch als sehr schöne Zeit beschrieben. Freundliche Dozenten des Blasmusikverbandes hätten viele gute Tipps und Anregungen gegeben. Das begleitende Freizeitprogramm sei ein wunderbarer Ausgleich gewesen und habe viele schöne Begegnungen ermöglicht.

Gemeinsames Abschlusskonzert

Das Abschlusskonzert mit allen Musiker_innen fand – wie in jedem Jahr – in Mühlhausen statt und zeigte eindrucksvoll, was in der vorausgegangenen Zeit erarbeitet wurde.

Allen Teilnehmenden gebührt für die tollen Leistungen unser Respekt. Dennoch gilt es zwei Personen herauszuheben: Tim Kliche war der Jüngste im Bunde. Er hat mit 10 Jahren das volle Programm absolviert. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Marlena Keilhauer darf stolz sein auf ihr Prüfungsresultat: 99 von 100 möglichen Punkten. Das ist sensationell!

Der Musikverein beglückwünscht alle Absolvent_innen und freut sich darauf, diese in den Ensembles musizieren zu hören.

von M. Rösch

Einladung zum Musikfest 2025

„Hey, was machst du am Wochenende?“
„Was für eine Frage – natürlich gehe ich zum Musikfest des MV Wiesenbach!“

Endlich ist es so weit: An diesem Wochenende findet in Wiesenbach die größte musikalische Veranstaltung des Jahres statt!

Die meisten wissen es natürlich längst – aber für alle, die es vielleicht doch noch nicht mitbekommen haben, kommen hier nochmal alle wichtigen Infos im Überblick:

Unser abwechslungsreiches Programm startet am Freitag, den 1. August, um 19:00 Uhr mit der beliebten Rock-Night, bei der die Band „Freiheit“ für Stimmung sorgen wird.

Am Samstagabend steht die Hauptkapelle des Musikvereins Wiesenbach im Mittelpunkt. Mit frischen Hits im Gepäck verspricht der Auftritt musikalische Highlights – wir freuen uns schon riesig, endlich unsere neuen Stücke präsentieren zu dürfen!

Der Sonntag gehört dem musikalischen Nachwuchs: Die Jugendkapelle und die Hit Kids haben fleißig geprobt und werden ihr Können unter Beweis stellen. Außerdem dürfen wir den MV Gauangelloch, den MV Waldwimmersbach sowie das Heidelberg Swing Orchester bei uns begrüßen – ein buntes Programm ist garantiert!

Der Montag beginnt traditionell mit dem Mittagstisch. Am Abend, ab 19:00 Uhr, sorgt die Trachtenkapelle Dilsberg für den musikalischen Abschluss des Festes – begleitet von unserer großen Tombola. Auch in diesem Jahr gibt es wieder viele tolle Preise zu gewinnen: Mit etwas Glück gehören ein E-Roller, ein Gasgrill oder ein Reisegutschein schon bald Ihnen – und das ist längst nicht alles!

Begleitet wird das Musikfest außerdem von vielen Spiel- und Bastelaktionen sowie einem Kuchenverkauf – für die ganze Familie ist etwas dabei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Vereint am Lagerfeuer

Ein weiterer Höhepunkt

Nach der wunderbaren Musikreise einiger junger Nachwuchsmusiker_innen aus dem Verein in das südböhmische Jindrichuv Hradec schloss sich Ende Juni die Übernachtung auf dem Zeltplatz bei der Kühberghütte in Wiesenbach an, zu der die Jugendleiterinnen Tina Mohr und Sonja Richt eingeladen hatten an. Fast 40 Kinder und Jugendliche hatten sich angemeldet und am Samstagmittag dort ihre Zelte aufgebaut.

Das Glück der Erde auf dem Rücken der Steckenpferde

Ganz schön gefordert waren die Teilnehmer_innen des Zeltwochenendes bei der sogenannten verrückten Olympiade. Wettbewerbe wie „Gummistiefelweitwurf“ oder das „Dosenwerfen rückwärts“ durch die Beine sorgten für zahlreiche Lacher. Der besondere Höhepunkt hier war das „Hobby Horsing“ – eine Sportart, bei der der Reiter auf besondere Weise gefordert wird, weil er die Aufgabe des Pferdes gleich mit zu übernehmen hat. Statt eines richtigen Pferdes verfügt dieser über ein Steckenpferd, mit dem er einen bestimmten Parcours – möglichst ohne Fehler – bewältigen muss. Hier war der Spaß für Mitwirkende und Zuschauer vorprogrammiert.

Was wäre ein Zeltwochenende ohne Nachtwanderung und Lagerfeuer? Die Nachtwanderung führte die Kinder und Jugendlichen an die Marienkapelle, wo der Flug der Glühwürmchen beobachtet werden konnte. Dies geschah natürlich nicht, ohne dass die Wandergruppe durch aus dem Gebüsch hervorbrechende „Geister“ erschreckt wurde. Schließlich vereinten sich alle am Lagerfeuer, wo der Abend beim traditionellen „Werwolfspiel“ zu Ende ging.

Viele helfende Hände

Es ist sicherlich ein Merkmal des Musikvereins, dass die Verantwortlichen bei der Durchführung einer Veranstaltung Unterstützung erfahren. Dass dies auch beim Zeltwochenende gut funktioniert hat, war keine Selbstverständlichkeit, waren doch die aktiven Musiker_innen durch ihre Auftritte am Freitagabend und Sonntagmorgen stark eingebunden. Doch hier zeigte sich das Potential des Musikvereins: Viele Unterstützer sind nicht Aktive, sondern deren Familienmitglieder oder Freunde. Diese bringen sich ein, weil ihnen der Erfolg des Vereins wichtig ist. Was damit gemeint ist, wird man wieder beim Musikfest vom 1. bis 4. August auf dem Rathausplatz erfahren dürfen.

Markus Rösch

Musikverein Wiesenbach Jugend: Getrud Filip „bringt die Flötentöne bei“

Seit über einem Jahr unterrichtet Getrud Filip Kinder für den Musikverein auf der Blockflöte – mit durchschlagendem Erfolg. Nahezu 30 Schülerinnen und Schüler genießen dort ihre erste musikalische Ausbildung auf einem Instrument.

Mit pädagogischem Takt

Es grenzt schon an Zauberei, wie Getrud Filip am Sonntagnachmittag beim Flötenvorspiel im Vereinsheim nahezu 30 Kinder durch eine Veranstaltung mit etwa 100 Teilnehmenden führt und diese entsprechend ihrer Fähigkeiten in Szene setzt. In ihrem Handeln kann man erkennen, was gelungenes Fördern und Fordern bewirken kann: Die Vortragenden sind optimal auf ihre Aufgaben vorbereitet und erfreuen die zuhörenden Eltern und Verwandten mit ihrem Flötenspiel. Jede und jeder wird mit Ihrem Vortrag wertgeschätzt und hat Freude daran, trotz der Aufregung, vor Publikum zu spielen. Geschickt – und dabei hilft ihr sicher auch ihre jahrzehntelange Tätigkeit als Erzieherin – versteht es Getrud Filip, auf jede Situation einzugehen und taktvoll jedes Kind in seiner Entwicklung zu begleiten.

Ein Glücksfall für den Musikverein

Die beiden Jugendleiterinnen Sonja Richt und Tina Mohr bezeichneten das Wirken von Frau Filip als wahren Glücksfall für den Musikverein. Ihr gelinge es, mit ihrem Angebot, den Anspruch einzulösen, Kindern mit Freude das Spiel auf der Blockflöte zu vermitteln. Dies sei, so der Vereinsvorsitzende Matthias Köstle, eine wunderbare Basis, auf der eine weitere Ausbildung auf einem Instrument für das Spiel in den Kapellen erfolgen könne. Frau Filip gab dieses Kompliment zurück und bedankte sich für die optimalen Bedingungen, die sie im Musikverein vorfinde und die es ihr ermöglichten, sich voll auf ihre pädagogische Aufgabe zu konzentrieren.

Ein musikalischer Tagesablauf

Es entspringt dem Geschick von Getrud Filip, das Vorspiel zu einem sinnvollen Ganzen zu verbinden. Ihr gelang dies, indem sie es thematisch rahmte und die Einzelbeiträge zu einem musikalischen Tagesablauf zusammenfügte, der vom Aufstehen bis zum Zubettgehen alles enthielt: So wurden die Besucher vom „Schrei des Hahns mit den Blockflöten geweckt“. Sie erfuhren etwas vom Kochen bei Lirum, larum, Löffelstiel, genossen das gemeinsame Spiel bei „Ich spiel – wir spiel´n“ und erfuhren von der Begegnung mit der Natur bei „Regentropfen“. Schließlich bekamen die Zuhörer den musikalischen „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“, vorgetragen im Duett von Getrud Filip und Markus Rösch nebst einer eingespielten Klavierbegleitung.

Schnell verging dieser Nachmittag im Vereinsheim, den die Gäste bei Kaffee und den mitgebrachten Kuchen genossen und an dem sie gerne nach dem Vorspiel zum Gespräch verweilten.

In jeder Hinsicht gelungen

Für alle Besucher war spürbar, was es bedeutet, wenn sowohl die musikalischen Beiträge als auch der organisatorische Rahmen optimal und mit Freude vorbereitet werden. Frau Filip und den beiden Jugendleiterinnen Sonja Richt und Tina Mohr gelang es, für alle Besucher ein wunderbares Erlebnis zu schaffen, welches diese sicherlich auch in den kommenden Tagen beflügelte.

 

Markus Rösch

 

Musikverein Wiesenbach Jugend: Musik verbindet – wunderbare Tage der Begegnung mit Gästen aus Schweden

Motala, das ist eine Kleinstadt in der Provinz Östergötland, gelegen am sogenannten Vättern, dem zweitgrößten See Schwedens. Von Wiesenbach ist dies über 1300 Kilometer entfernt. Wie schnell sich aber schwedische und deutsche Jugendliche nahe kommen können und wie ähnlich deren Interessen sind, das wurde beim Aufenthalt des Jugendblasorchesters Motala erfahrbar.

Partnerschaft mit dem Rhein-Neckar-Kreis

Ausgangspunkt des Treffens war die Kulturpartnerschaft des Rhein-Neckar-Kreises mit Motala. Mit der Musikschule und dem Musikverein Wiesenbach wurden Kooperationspartner im Kreis gefunden, diese Partnerschaft mit Leben zu füllen und das Jugendblasorchester Motala nach Neckargemünd, genauer gesagt, in die Jugendherberge Dilsberg einzuladen.

 

Starkes Zusammenwirken

Für den Leiter der Musikschule Neckargemünd, Robert Weis-Banaszczyk, lag es nahe, den Musikverein Wiesenbach für dieses Ereignis anzufragen. Pflegen doch Musikschule und der Verein seit Jahren im Bereich der Ausbildung eine intensive Partnerschaft. Derzeit bekommen 45 Kinder und Jugendliche des Vereins über die Musikschule Instrumentalunterricht. Außerdem gibt es in Wiesenbach mit der Jugendkapelle ein dem Jugendblasorchester vergleichbares junges Ensemble.

 

Perfekt organisiert

Ideen sind das Eine, ihre Umsetzung das Andere. Die beiden Jugendleiterinnen Tina Mohr und Sonja Richt nahmen die Aufgabe an und überließen nichts dem Zufall. Zusätzlich zu einer durch die Musikschule organisierten Führung durch das Heidelberger Schloss und die Altstadt sowie ein Schwimmbadbesuch zur Saisoneröffnung in Neckargemünd stellten sie ein Programm auf die Beine, das den schwedischen und deutschen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aber auch den Lehrkräften aus Motala in Erinnerung bleiben wird.

Es begann mit einem gemeinsamen Kennenlernen in Form eines Speed-Datings im Bürgerhaus und dem Besuch beim Aufstellen des Maibaums auf den Rathausplatz am letzten Apriltag.

Am ersten Mai kam es zu einem ersten musikalischen Aufeinandertreffen auf dem Dilsberg. Die Hauptkapelle des Musikvereins und das schwedische Jugendorchester spielten gemeinsam die Polka „Böhmischer Traum“ und ernteten dafür viel Applaus. Eine gemeinsame Probe schloss sich an.

Eine Rallye am folgenden Tag auf der Gemarkung von Wiesenbach führte die Besucher auf die Spuren des Homo Heidelbergensis und der Römer. Es soll dabei sogar eine Person in einer originalen römischen Toga gesichtet worden sein. So mancher Teilnehmende aus Wiesenbach erfuhr Dinge über die Heimat, die er bis dato selbst noch nicht wusste.

An eine weitere Probe am Abend schlossen sich ein gemeinsames Grillen und eine Party im Vereinsheim des Musikvereins an. Hier wurde bis in die Nacht hinein miteinander musiziert und getanzt.

 

Konzert war ein Höhepunkt

Ein Höhepunkt des Treffens war sicher das Konzert der Jugendkapelle Wiesenbach mit dem Jugendblasorchester Motala tags darauf im Martin-Luther-Haus in Neckargemünd. Beide Orchester spielten zunächst ein Soloprogramm. Dirigent Johannes Häfner hatte für die Jugendkapelle Stücke ausgesucht, die ins Ohr gingen. Passend zum einsetzenden Gewitter spielten die Wiesenbacher „Smoke on the water“ von Deep Purple. Dies wurde durch die über dem Neckar zuckenden Blitze auch optisch zu einem besonderen Ereignis für die Besucher.

Auch die musikalische Leiterin des schwedischen Orchesters, Annica Gerlecz, hatte ihre Musiker_innen perfekt vorbereitet. Eindrucksvoll war hier die Kraft des Raider´s Mach von John Williams und die Musik zum Film „Psycho“ von Alfred Hitchcok, bei der so mancher Zuhörer sichtbar Gänsehaut bekam. Versöhnlich und beschwingt schloss das schwedische Orchester mit „I wan´t you back“ der Jackson Five.

Robert Weis-Banaszczyk übernahm die angenehme Pflicht, allen zu danken, die zum Gelingen der Musikreise beigetragen haben. Besonders hob er Tina Mohr und Sonja Richt hervor, die mit viel Einsatz und kreativen Ideen, den Aufenthalt für die Besucher zu einem einmaligen Erlebnis gemacht hätten.

Die Veranstaltung schloss, so wie es sich gehört, mit Musik, und mit Stücken, die nun von den Orchestern gemeinsam vorgetragen wurden: zunächst mit „Regal Fanfare“ von Richard Saucedo, dirigiert von Annica Gerlecz. Den Schlusspunkt setzte die Basstrommel beim Böhmischen Traum. Hierfür wurde der Schlagzeuger des schwedischen Orchesters eigens von Dirigent Häfner instruiert, den Abschlussschlag bei dieser Polka nicht auf die Vier, sondern verzögert zu setzen – eine Information, die dieser perfekt umsetzte und damit dem Dirigenten ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

 

Kulturelle Verständigung

Wer dabei war, hat es hautnah erfahren: Solch ein internationaler Austausch trägt dazu bei, dass sich Menschen aus weit entfernten Orten kennenlernen und sich miteinander verständigen. Das gemeinsame Musizieren ist dabei ein Bindeglied. Es hilft nicht nur, sich auszudrücken, sondern es erlaubt, miteinander zu schwingen, etwas Gemeinsames hervorzubringen, bei dem Worte nicht notwendig sind. Wie so oft gilt: Wenn es am schönsten ist, dann ist es plötzlich vorbei. Wir sind uns sicher, dass das Ende der fünftägigen Reise nicht das Ende der Beziehung zwischen dem Jugendorchester Motala und dem Musikverein Wiesenbach bedeuteten wird. Erste Ideen für eine weitere Begegnung entstanden bereits am Tag der Abreise. Die Mitglieder der Jugendkapelle können es schon jetzt kaum erwarten.

 

Markus Rösch

Musikverein Wiesenbach Jugend: Schlagzeuglehrer Andreas Ahlemann blickt auf eine erfolgreiche Zeit zurück

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler gingen durch seine Hände. Nach über sechs Jahren beim Musikverein beendet Andreas Ahlemann seine Tätigkeit als Ausbilder.

Eine solide Ausbildung

Eine solide Ausbildung am Schlagzeug, mit dem eine hohe Verantwortung im Ensemblespiel verbunden ist, war ihm ein ganz besonderes Anliegen. Andreas Ahlemann war immer wichtig, dass die jungen Menschen von Anfang an neben dem Gefühl für die Musik auch die Theorie erlernen, um ein entsprechendes Fundament zu haben. Hier konnte er seine Kompetenz als ausgebildeter Schlagzeuger, der in New York und Hamburg studierte, voll einbringen. Zuletzt zeichnete er für 11 Schülerinnen und Schüler verantwortlich, die er für den Verein unterrichtete.

Gute Bedingungen vorgefunden

Dass er vor Jahren zum Verein kam und dort blieb, hat nach eigener Aussage auch mit den hervorragenden Bedingungen zu tun, die er dort vorfand. Das Konzept der Ausbildung, bei dem Unterricht, Ensemblespiel und Aufritte eine Einheit bilden, entsprach auch seinen Vorstellungen. Entsprechend bereitete er die Schülerinnen und Schüler in seinem Unterricht immer auch auf das Spiel mit anderen und auf Live-Situationen vor. Ein Highlight war hier sicherlich der gemeinsame Auftritt von Musiker_innen der Jugendkapelle mit der SRH Bigband im Jahr 2021.

Den Ausstieg aus der Unterrichtstätigkeit habe er sich bewusst vorgenommen, um mehr Zeit für das eigene Musizieren und für seine journalistischen Tätigkeiten als Musikkritiker beim „Mannheimer Morgen“ zu haben. Letztlich sei es auch sein Wunsch, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können, die bei seinen zahlreichen Verpflichtungen oft hätte hintanstehen müssen.

Bedauern und Verständnis

Die Verantwortlichen des Vereins, insbesondere die Jugendleiterinnen Sonja Richt und Tina Mohr, bedauern, dass Andreas Ahlemann seine Arbeit beendet, zeigten aber großes Verständnis für seine Entscheidung. Ganz werde er den Verein aber nicht aus den Augen verlieren, so Ahlemann. Wenn er bei Veranstaltungen eingeladen werde, möchte er auch in Zukunft seine nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler musizieren sehen und sich davon überzeugen, dass sie eine gute weitere Entwicklung genommen haben.

Wir bedanken uns bei Andreas Ahlemann für seine hervorragende Arbeit und freuen uns, ihn zukünftig als Gast begrüßen zu dürfen.

Markus Rösch

Sommertagsumzug zieht farbenfroh durch Wiesenbach

Am vergangenen Sonntag fand in Wiesenbach der traditionelle Sommertagsumzug statt.

Der Musikverein Wiesenbach traf sich bereits im Kapellenweg zur Aufstellung. Bei der großen Anzahl an Musikerinnen und Musikern war dies gar nicht so leicht zu koordinieren.

Um 14 Uhr setzte sich der Umzug in Bewegung und zog von dort aus auf die Hauptstraße, um seinen gewohnten Weg durch den Ort zu nehmen. Neben der Hauptkapelle waren auch die HitKids und die Jugendkapelle mit von der Partie und begleiteten das Geschehen musikalisch mit „Alle Vögel sind schon da“ und „Strih Strah Stroh“.

Der Höhepunkt des Umzugs fand auf dem Parkplatz der Biddersbachhalle statt. Dort wurde das Lied „Winter ade“ gespielt, während traditionell der Schneemann als Symbol für den Winter verbrannt wurde. Dies markierte den endgültigen Abschied der kalten Jahreszeit und läutete den Frühling ein.

Auf dem Festplatz erwartete die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Angebot. Neben einer reichhaltigen Auswahl an Kuchen, kleinen Speisen und Getränken gab es zahlreiche Spielmöglichkeiten für die Kinder, darunter eine Hüpfburg, die großen Anklang fand.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war das Platzkonzert der Jugendkapelle. Die jungen Musikerinnen und Musiker waren so gut eingegrooved, dass Dirigent Johannes Häfner zwischendurch selbst zur Trompete griff und mitspielte. Die Kapelle bot ein abwechslungsreiches Repertoire, das mit dem rockigen „Welcome to the Jungle“ eröffnet wurde. Es folgten weitere schwungvolle Stücke, aber auch ruhigere Melodien wie „Starlight Express“, „Book of Love“ und „Wonderful World“.

Für einen besonderen Moment sorgte das Stück „Don’t Know Why“, das von Musikerin und Sängerin Evelin Just mit viel Gefühl vorgetragen wurde und mit extra Applaus honoriert wurde. Zum krönenden Abschluss erklang „Shut Up and Dance“ – und passend dazu verzogen sich die letzten Wolken, sodass die Sonne am Himmel strahlte.

Die Jugendkapelle, die HitKids und auch die jüngsten Teilnehmenden des Musikvereins konnten an diesem Tag stolz auf sich und ihre Leistung sein.

Eileen Weil

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